Die Softwareentwicklung mit Python bietet durch ihre Vielseitigkeit und die große Anzahl an Bibliotheken eine ideale Grundlage für moderne Anwendungen, die von Datenanalyse über künstliche Intelligenz bis hin zu Webentwicklung reichen. Parallel dazu hat sich Blazor als Framework für die Entwicklung von Webanwendungen mit C# etabliert und bietet drei zentrale Vorteile: die Wiederverwendbarkeit von bestehendem .NET-Code, die starke Integration in das Microsoft-Ökosystem sowie die Möglichkeit, moderne Webanwendungen ohne JavaScript-Kenntnisse vollständig in C# zu entwickeln. Dabei unterscheidet man zwischen Blazor Server, bei dem die Anwendung auf dem Server läuft und die Benutzeroberfläche über SignalR in Echtzeit aktualisiert wird, und Blazor WebAssembly, bei dem die Anwendung direkt im Browser ausgeführt wird und somit unabhängig vom Server agiert. Trotz der Möglichkeit, komplett auf C# zu setzen, erlaubt Blazor auch ein Zusammenspiel mit JavaScript, sodass bestehende Funktionen oder Bibliotheken eingebunden werden können.
Vergleicht man Blazor mit klassischen Single Page Applications (SPA) wie Angular, so fällt auf, dass beide Ansätze eine reaktive Benutzeroberfläche mit schnellen Ladezeiten ermöglichen, jedoch Blazor den Vorteil bietet, dass Entwickler ihre gesamte Logik in einer Sprache, nämlich C#, schreiben können. Dies reduziert den Technologie-Mix und erleichtert die Wartung, was Blazor besonders attraktiv macht. Während Angular stark auf TypeScript und JavaScript setzt, erlaubt Blazor die direkte Nutzung von .NET-Bibliotheken und die Integration in bestehende Unternehmenssoftware. Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit, mit C# direkt eine JavaScript-Funktion aufzurufen, beispielsweise über JSRuntime. InvokeAsync, wodurch sich die Flexibilität von JavaScript mit der Stabilität von C# kombinieren lässt. Dieses Zusammenspiel macht Blazor zu einer modernen und zukunftssicheren Lösung für die Webentwicklung, die sowohl die Vorteile von SPAs als auch die Stärken des .NET-Ökosystems vereint.